Coronas seltsame Blüten: Die Feuerwehr Undorf hat den Mitgliedern ihrer Kinderfeuerwehr einen besonderen Besuch abgestattet.

Undorf. Normalerweise denken die Kinder, dass der Nikolaus in einem alten Schlitten vorfährt. Unser weiblicher Nikolaus der freiwilligen Feuerwehr Undorf hat das auch getan: Sie setzte sich am Sonntag in unser treues, knapp 30 Jahre altes Tanklöschfahrzeug und brauste los.

„Corona hat die FF Undorf, so wie alle Feuerwehren, hart getroffen“, sagte Heiner Stöcker. Agnes Rappl und er leiten die Kinderfeuerwehr. „Und im letzten Dreivierteljahr mussten alle unsere Aktivitäten ausfallen.“ Betroffen sind nicht nur der Übungs- und Einsatzbetrieb, für den strenge Regeln gelten. Auch das Vereinsleben ruht.

Blau-Licht-Blick für Kinder

„Aber wir wollten ein Zeichen setzen und den Kindern zeigen, dass wir sie nicht vergessen haben, dass wir sie und unsere gemeinsamen Freitagnachmittage vermissen“, sagte Rappl. Gerade die Kinder leiden unter den aktuellen Kontaktbeschränkungen. „Wir wollten ihnen einen kleinen Blau-Licht-Blick in diesem merkwürdigen Jahr bieten“, sagte Rappl.

Sie schlüpfte ins Nikolauskostüm, ihr Mann Udo klemmte sich hinters Steuer. So fuhren die beiden die Schoko-Nikoläuse aus, die uns Benedikt Mehringer, Chef des gleichnamigen Edeka im neuen „Bernstein-Center“ in Nittendorf dafür geschenkt hatte.

Zu knapp 30 Stationen hatten die Eltern der Kinderfeuerwehr-Kinder das Nikolaus-Team in Undorf bestellt. Und überall warteten die Kleinen mit ihren Eltern schon sehnsüchtig vor der Haustür. Aber natürlich musste auch die Übergabe der Süßigkeiten coronakonform laufen. Abstand, berührungsfrei, kurz und unter freiem Himmel. Keine Vorträge aus dem goldenen Buch, keine Lieder und Gedichte für St. Nikolaus.

 „Aber es war echt schön“, sagte Agnes Rappl anschließend. „Nicht nur, die Kinder nach all der Zeit mal wieder zu sehen. Auch das Glänzen in ihren Augen.“

Keine Konkurrenz für andere Nikolaus-Dienste

Ob es eine Neuauflage der Aktion gibt, ist eher unwahrscheinlich. „Es gibt eine Reihe von Vereinen und Gruppen, die teilweise seit Jahrzehnten Nikolausdienste in der Marktgemeinde anbieten. Die können ja in diesem Jahr nicht zu den Familien nach Hause. Wir wollen keine Konkurrenz für sie sein“, sagte Stöcker.

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